Belohnung statt Strafe
"Wir müssen das friedliche Miteinander von Hundebesitzern und anderen Freitzeitgenießern fördern", meint Nadja Unterkofler. Ihr Motto sei: Lieber gut erzogene Hunde, als Leinenzwang.
Probleme mit Hunden und deren Besitzern gibt es immer wieder: Das reicht von nicht weggeräumten Kothaufen auf Gehwegen und in Futterwiesen bis hin zu Hunden, die Joggern oder Radfahrern nachjagen, Wildtieren nachhetzen oder gar Vögel beim Brüten stören. "Meist ist das Grundproblem, dass viele Hundebesitzer nicht bereit sind, einen Hundekurs zu besuchen."
Hunde aber schlichtweg mit einem Leinenzwang zu belegen, wie dies ein Emser Stadtrat erst unlängst vorgeschlagen hat, führt zu einer Verschiebung des Problems und setzt nicht bei der Ursache, der Hundeerziehung, an.
Nadja Unterkofler von der Emser SPÖ: "Leider gibt es Hundehalter, die die gesetzliche Lage nicht kennen und nicht bereit sind Hundekurse zu besuchen. Wir müssen aber das friedliche Miteinander von Hundebesitzern und anderen Freizeitgenießern fördern. Nur gut erzogene Hunde ermöglichen ein friedliches Nebeneinander verschiedener Freizeitaktivitäten.
"Anstelle eines Leinenzwangs sollen andere Maßnahmen gesetzt werden, welche die Hundebesitzer animieren, mit ihren Lieblingen Hundeerziehungskurse zu besuchen. Schließlich ist ein Hund, der die Grundregeln des Gehorsams kennt, wesentlich leichter zu halten und macht dem Hundebesitzer dadurch mehr Freude."
Lösungsvorschlag
Die SPÖ Hohenems nimmt sich nun ein Beispiel an der Stadt Dornbirn, wo seit neuestem die Teilnahme an einem Hundekurs finanziell unterstützt wird.
Unterkofler: "Die SPÖ Hohenems stellt in der nächsten Stadtvertretung einen Antrag im Rahmen dessen gefordert wird, dass Hundebesitzer, welche nachweislich einen Hundekurs pro Jahr absolviert haben, für jeden Kurs pro Jahr mit 30 Euro belohnt werden. Diese Förderung soll in Form eines Einkaufsgutscheins, einlösbar in Emser Geschäften, verwirklicht werden. Damit wird als positiver Nebeneffekt auch die Emser Wirtschaft unterstützt."
Leider stören sich viele Mitbürger an unerzogenen Hunden und uneinsichtigen Hundebesitzern. Als Sozialdemokratin wolle sie zuerst einmal versuchen, die Hundebesitzer freiwillig dazu zu bewegen, an Hundekursen teilzunehmen.

